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Ehrenamt

Traumata bei Flüchtlingskindern - Einblicke in die Traumatheorie und Hilfsmöglichkeiten

Mehr als ein Drittel der 1,74 Millionen Menschen, die seit 2015 in Deutschland Asyl beantragt haben, waren Kinder im Alter von 0 – 17 Jahren. Viele dieser Kinder wurden vor, während oder nach der Flucht traumatisiert. Untersuchungen haben gezeigt, dass jedes fünfte Flüchtlingskind an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidet, das ist 15 Mal häufiger als bei in Deutschland geborenen Kindern. 
Ebenso haben Kinder traumatisierter Eltern ein erhöhtes Risiko, selbst psychische Auffälligkeiten zu entwickeln, auch wenn sie erst nach der Flucht in Deutschland geboren wurden.
Die meisten Eltern, die mit den Folgen der Traumatisierung zu kämpfen haben, schaffen es, ausreichend gute Eltern zu sein. Doch manche Eltern sind so belastet, dass es ihnen nicht gelingt, angemessen für ihre Kinder zu sorgen.
Ein weiterer Risikofaktor für die Kinder traumatisierter Eltern ist die transgenerationale Weitergabe der Traumatisierung. Wenn traumatische Erfahrungen von Betroffenen nicht verarbeitet und integriert werden können, treten die Phänomene der Traumatisierung in den nachfolgenden Generationen auf. 

Die Themen des Seminars sind:
•    Was ist ein Trauma und welche Spuren hinterlässt das Trauma in Gehirn, Geist und Körper?
•    Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung? 
•    Welche Folgen kann es für Kinder haben, wenn die Eltern traumatisiert sind?
 

E022.7       Montag, 30.08.2021, 16:00 – 19:00 Uhr | 1 Termin

kostenfrei
Anmeldeschluss: 23.08.2021
Teilnehmer: 10 – 15
Ort: Online
Zielgruppe: Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten
Referentin: Veronika Kendzia, Fachberaterin für Psychotraumatologie